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Coaching für Menschen in helfenden, heilenden und beratenden Tätigkeitsfeldern (z.B. für Coaches, Ärzte, Pflegekräfte, Familienhelfer, Heimleiter, Fallmanager, Erzieher etc.)

Für Personen, die in beratenden, begleitenden und heilenden Berufsfeldern tätig sind, spielt der Kontakt mit Ratsuchenden, Klienten, Patienten oder deren Angehörigen eine zentrale Rolle, und es ist fundamental, die Beziehung zum jeweiligen Gegenüber nicht nur vertrauensvoll und umsichtig zu gestalten, sondern auch schwierige oder schwierig werdende Gesprächsverläufe, Situationen und komplexe Beratungs- und Entwicklungsprozesse erfolgreich und zielorientiert zu steuern.

Ein Coaching bietet sich dann an, wenn man seine eigene Haltung und sein professionelles Verhalten und Vorgehen in seinen Gesprächen und Beratungsprozessen mit Klienten, Patienten, deren Angehörigen etc. reflektieren möchte, wenn man diesbezüglich Unzufriedenheiten bei sich wahrnimmt und nach Anregungen sucht, erfolgreicher mit schwierigen Gesprächssituationen umzugehen.


Inhalte des Coachings für Menschen mit helfenden, heilenden und beratenden Aufgabenbereichen können zum Beispiel sein:

a) Grundlegende Inhalte

   •  Auseinandersetzung mit der eigenen Berufsrolle z.B. als Berater, Arzt, Fallmanager, professioneller Helfer etc.
      und deren Gestaltung (z.B. Auseinandersetzung mit unterschiedlichen, sich teilweise auch widersprechenden
      Rollenanforderungen und Rollenunsicherheiten, Rollenklärung und Positionsbestimmung in schwierigen
      (Entscheidungs-)Situationen)
   •  Kennenlernen und Reflektieren eigener Kommunikationsmuster, Denkgewohnheiten und  Handlungsweisen
   •  Lernfelder und Entwicklungsrichtungen hinsichtlich des eigenen Kommunikationsverhaltens identifizieren
   •  In Übereinstimmung mit der eigenen Persönlichkeit, den Anforderungen der Situation und dem jeweiligen
      Gesprächspartner kommunizieren
   •  Vorbereitung wichtiger/schwieriger Gespräche
   •  Wesentliche Gesetzmäßigkeiten erfolgreicher Gespräche kennenlernen (Bestandteile, Ablaufstruktur, Entwickeln
      einer grundlegenden Begegnungshaltung)
   •  Gesprächsführungskompetenzen ausbauen



b) Zielgruppenspezifische Inhalte

Ein zentraler Inhalt im Coaching kann die Reflexion des eigenen Verhaltens beim Umgang mit schwierigen Situationen, grundlegenden Anforderungen und komplexen Prozessen im Beratungsgeschehen betreffen wie z.B.:

  • Aufbau einer soliden Vertrauensbasis und tragfähigen Beziehung als Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Interventionen bzw. als Basis für Entwicklung und Veränderung
  • Klientenorientierte Prozeßgestaltung und zielorientierte Steuerung des Beratungsgeschehens (z.B. Interventionen und Impulse zur Veränderung und Entwicklung zum günstigsten Zeitpunkt im Prozeß einsetzen, mit den ausgelösten Konsequenzen des  Methodeneinsatzes sicher und hilfreich umgehen)
  • Umgehen mit Rückschlägen, Mißerfolgen, Frustration, Widerständen, Motivationsverlusten, Unzufriedenheiten, Maßnahmeabbrüchen und Wiederherstellen der Motivation und Compliance
  • Umgehen mit Hochemotionalität
  • Die Nachhaltigkeit bewirkter Veränderungen und erzielter Erfolge sichern



Desweiteren können aber auch als schwierig erlebte Situationen und Anforderungen des Berufsalltags zu Inhalten eines Coachings werden wie z.B.:

  • Die Notwendigkeit, täglich eine ausgewogene Balance zwischen Nähe, Kontakt, Hilfsbereitschaft und Vertrauen auf der einen Seite sowie Distanz, Abgrenzung und autonomem Handeln auf der anderen Seite zu finden
  • Das Entwickeln eines persönlichen Umgangs mit Mißerfolgen und mit der fehlenden Nachhaltigkeit erreichter Veränderungen bei Klienten
  • Das Meistern von Widersprüchen zwischen unrealistischen Erwartungen der Klienten, den eigenen Ansprüchen und den konkreten Arbeitsbedingungen
  • Das Erkunden eigener innerer Unzufriedenheiten, Frustrationen, Mißstimmungen oder eines als unzulänglich oder kritisch empfundenen eigenen Verhaltens
  • Die Analyse, Reflexion und Weiterentwicklung des eigenen Verhaltens, vorhandener Fähigkeiten und Potenziale